Der Homo Sapiens lebt seit nunmehr 50.000 Jahren auf der Erde. Seit dieser Zeit hat er sich ständig weiter entwickelt und ist zur stärksten Spezie aufgestiegen. Soviel zur positiven Seite. Im Grunde hat sich aber seit damals prinzipiell wenig verändert. Wir leben noch immer in Stämmen, versuchen unsere Interessen mit Gewalt durchzusetzen, unterdrücken schwächere Lebewesen und vermehren uns ständig weiter. Obwohl wir zur stärksten Spezie geworden sind, sind wir aber auch die einzige auf der Erde, die ihre eigene Grundlage bewußt zerstört. Unsere Entwicklung basiert hauptsächlich auf dem technischen Fortschritt. Unsere geistige Entwicklung verläuft dagegen eher schleppend. Bereits heute verfügen wir von Einzelnen entwickelte Technologien, die uns geistig überfordern und für welche wir die Auswirkungen nicht einmal annähernd überblicken können. Obwohl wir eine für unser Verständnis ziemlich lange Vergangenheit haben um daraus lernen zu können, machen wir ständig immer dieselben Fehler. Wären wir intelligent, könnten wir auch feststellen, dass wir auf einer begrenzten Fläche leben und damit nur eine bestimmbare Menge an erforderlichen Ressourcen besitzen. Dann könnten wir ebenso erkennen, dass wir nur die Folgen unserer heutigen Probleme versuchen zur verändern bzw. zu beheben, jedoch erkennen wir nicht ihre eigentliche Ursache: zu viele Menschen auf der Erde Stellen wir uns kurz vor, dass wir so intelligent wären: wir könnten festlegen, dass wir nicht mehr als 100 Mio. Menschen auf der Erde haben wollen. Dadurch würden sich einige sehr erfreuliche Lebensbedingungen ergeben: gute Luft, gutes Wasser und ausreichend für jeden, was ebenso für Nahrungsmittel gelten würde, jeder lebt wo er will, ausreichend Raum für jeden und somit kaum Konflikte, weil sich jeder freuen würde einen anderen Menschen zu treffen. Zurück zur Realität: Fakt ist, dass wir über 90% der bestehenden Probleme lösen könnten, wenn wir die Anzahl der Menschen verringern würden. Beste Beispiele sind Länder mit niedriger Bevölkerungsanzahl, wo Menschen im Allgemeinen besser leben und auch ein besseres Sozialverhalten zeigen. Seit den letzten 50 Jahren hat sich die Bevölkerungszahl auf der Erde von 3 Mrd. auf über 6 Mrdl. mehr als verdoppelt, was den einzigen Grund für die Verschlechterung unserer Lebensbedingungen darstellt, und zwar in allen Bereichen. Angefangen von immer angespannteren Lebensgemeinschaften, bedingt durch räumliche Verdichtung, zunehmende Konflikte, Wasser- und Nahrungsverknappung, Luft- und Bodenverschmutzung, Klimaveränderung bis zum simplen Beispiel der immer länger und häufiger werdenden Verkehrsstaus. Jede Entwicklung verläuft progressiv. Mit jedem einzelnen Zuwachs wird der Einzelne unbedeutender und für alle verschlechtern sich die Lebensbedingungen. Wir werden immer mehr und immer strengeren Beschränkungen und Verboten unterliegen um ein gemeinsames Leben verhältnismäßig erträglich gestalten zu können. Aufgrund von politischen, religiösen und wirtschaftlichen Normen wird ein Umdenken kaum ermöglicht. Da wir alle in einem geschlossenen System leben kann dieses Problem nur global angegangen werden, da ein einzelner Staat dazu nicht in der Lage ist. Eine wahre Herausforderung für den Homo Sapiens den Beweis anzutreten, dass er zum langfristigen und qualitativen Überleben geeignet ist. Solange wir nicht zur Erkenntnis kommen, dass nur eine konstant gehaltene Bevölkerungszahl das Fundament für ein stabiles und globales Gesellschaftssystem sein kann, müssen wir uns auch weiterhin den natürlichen Regulierungsmechanismen aussetzen.